Schon interessant, auf welche Probleme man als Linux-User unter der Haube von OS X stößt. Erst findet man /home nicht, die Konfigurationsdateien sind auf den ersten Blick verschwunden und auch sonst wirkt alles bekannt, funktioniert aber doch komplett anders.
Auch die Laufwerke heißen nicht wie üblich sda oder sdb, sondern disk0 oder disk1. Die erste Partition des zweiten Laufwerks würde dementsprechend disk1s1 heißen.
Da man generell per dd keine eingehängten Laufwerke beschreiben sollte, muss man sie natürlich vorher aushängen. Unter Linux reicht ein umount /dev/sdx, OS X will es allerdings ein wenig ausführlicher per diskutil umountDisk /dev/diskx. Danach lassen sich ganz normal Images schreiben. Hier ein kleiner Screenshot, wie es letztendlich aussehen könnte.
Nicht besonders kompliziert, aber darauf muss man auch erstmal kommen.
ICQ ist pöse. Warum? Nun ja, es ist proprietär, die Nutzungsbedingungen sind recht fragwürdig und auch sonst funktioniert es eigentlich nie so, wie man es denn gerne hätte. Dateiversand ahoi!
Aber wie das Leben so ist, kommt man einfach nicht drum herum. Zum Glück hat ja schließlich jeder dort mittlerweile eine Adresse, von den ganz hartnäckigen MSN-only Jüngern mal abgesehen (Pest oder Cholera, anyone?).
Und so unterwarfen sich die Nutzer den proprietären Protokollen. Alle Nutzer? Nein! Eine kleine Gruppe von Geeks leistet nun schon seit Jahren erbitterten Widerstand – oder so ähnlich. Jedenfalls konnte das dritte große Protokoll, XMPP (auch Jabber genannt), nie bis in den Mainstream vordringen, auch wenn es sich unter Linux-Nutzern schon lange großer Beliebtheit erfreut.
Einer der geschätzten Vorteile gegenüber MSN und ICQ ist der dezentrale Aufbau des Jabber-Netzwerks, von dem auch reger Gebrauch gemacht wird. Jeder kann seinen eigenen Server betreiben und sich als “Nummer” eine E-Mail-ähnliche Adresse erstellen, mit der er zu anderen Jabber-Nutzern Kontakt aufnehmen kann. Auch Unternehmen wie Google oder GMX setzen für ihre eigenen Messenger auf XMPP und sind daher größtenteils kompatibel zur restlichen Jabber-Welt. Im Klartext bedeutet das: Wer dort eine (E-Mail)Adresse sein Eigen nennt, bekommt auch zusätzlich eine Jabber-Adresse untergejubelt. Wie viele potentielle Nutzer also noch gar nichts von ihrem Glück wissen, kann man sich in etwa vorstellen.
Trotz aller Unterstzützung nutzt der 08/15 DAU aber dennoch weiter sein heiß geliebtes (gehasstes?) ICQ/MSN. Wofür auch etwas Neues, wenn sich das Alte über Jahre bewährt hat? Mal ganz davon abgesehen, ist die Freundesliste sowieso nahezu vollständig.
Ein wichtiger Punkt: Die Nutzerbasis
Ein Messenger ohne Kontakte macht wenig Sinn – daran ändern auch Google oder GMX absolut nichts. Facebook könnte allerdings, um mal zum Punkt zu kommen, diese Nutzerbasis liefern. 300 Millionen registrierte Nutzer, die prinzipbedingt das Portal intensiv nutzen, sind jedenfalls eine beeindruckende Zahl. Einen internen Chat gibt es immerhin schon über ein Jahr und die Öffnung des Dienstes per XMPP steht kurz bevor. Das könnte der Durchbruch sein!
Mich würde es jedenfalls wundern, wenn Facebook keine saubere Jabber Implementierung liefern würde. In der Vergangenheit haben sie schließlich schon gezeigt, dass sie gewillt sind, neue Technologien zu fördern und voranzutreiben (z.B. OpenID).
Die Schattenseite ist allerdings nicht zu übersehen: Der überwiegende Teil der Jabber-Nutzer wird sich wahrscheinlich früher oder später an Facebook binden. Die Freiheit, einfach einen anderen Server zu nutzen, würde natürlich bestehen bleiben – die Server-Vielfalt wie wir sie heute kennen, würde sich aber wohl komplett wandeln und neu verlagern, nicht zuletzt zugunsten von Facebook.
Aber hey, zu meckern gibt’s immer irgendwas ;)
Ein Schokokuchen in 5 Minuten? Geht das? Das geht!
Natürlich nur, wenn man sich ein bisschen beeilt. Wer wie ich noch dreimal in den Keller rennen muss, weil die Hälfte der Zutaten fehlt, braucht natürlich ein wenig länger…
Zutaten:
4 EL Mehl
4 EL Zucker
2 EL Kakao
1 Ei
3 EL Milch
3 EL Öl
1 Schale zum Verrühren
1 Tasse
1Mikrowelle (1000 Watt)
Nun ja, Großartiges zu erklären gibt’s dann eigentlich auch nicht mehr. Einfach alle Zutaten in die Schale kippen und gut verrühren. Wer eine große Tasse hat, kann sich die Schale auch sparen und direkt alles in der Tasse verrühren. Danach 3 Minuten bei 1000 Watt in die Mikrowelle stellen und freuen, dass der Kuchen doch nicht bis an die Mikrowellendecke gewachsen ist :)
Ich würde allerdings eher drei Esslöffel Zucker statt vier nehmen… der Kuchen ist je nach Kakaopulver schon süß genug! Mit einem Messer kann man den Kuchen übrigens recht einfach von der Tassenwand trennen.
So sieht er dann letztendlich aus (oder auch nicht oO)
Nicht unbedingt ein Ersatz für eine Tiefkühlpizza, aber immerhin eine süße Alternative.
Gerade sind bei mir (Arch) so einige neue Pakete bzw. der gesamte Gnome 2.28 Desktop eingetrudelt und da konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, die neue Epiphany Version mit Webkit einmal durch den Acid 3 Test zu jagen. Das überraschende Ergebnis habe ich mal als Screenshot festgehalten.
Überraschend vor allem deswegen, weil noch die letzten Versionen nahezu unbenutzbar waren. Angekündigt war eine funktionsfähige Version ja schon für Gnome 2.20, aber die war, meiner Meinung nach, als stabile Version ein vollkommener Reinfall. Wenigstens die Vor/Zurück Tasten hätten funktionieren sollen…
2.28 ist allerdings wirklich nicht übel. Der Browser reagiert schnell, integriert sich wunderbar in GTK Umgebungen und bietet so einige nette Erweiterungen wie z.B. Mausgesten oder einen Werbeblocker. Standardkonform scheint er dabei ja wohl auch vorzugehen. Nur die per default eingestellte minimale Schriftgröße stört ein wenig, aber die lässt sich relativ einfach in den Einstellungen ein wenig vergrößern.
Der Traum eines jeden Geeks: Ein nettes, kleines Heim-Netzwerk mit einem Server oder NAS. Natürlich inklusive viel Speicher und fetter Anbindung, versteht sich. Wer würde da nicht schwach werden? Wahrscheinlich die wenigsten, aber oft scheitert es dann doch am Preis. Ein gutes NAS kostet so einiges und wer bezahlt schon hunderte Euro für eine nette Spielerei?
Als Alternative bieten sich eigentlich sonst nur selbstgebastelte Lösungen oder kleinere Nettops an. Ist aber auch nicht so das wahre, wenn man mal vom Stromverbrauch absieht.
Wer nicht ganz so anspruchsvoll ist, könnte sich aber auch nach Routern mit Unterstüzung für offene Firmwares umschauen. Beliebte Versionen sind DD-WRT oder Tomato. Mit DD-WRT bekommt man dann sogar ein komplettes Router-System, das auf Linux basiert und nahezu beliebig erweitert werden kann. Im Grunde limitiert dann nur noch die Hardware. Nicht ganz so anspruchsvolle Nutzer, die bloß ein stabiles System mit vielen Konfigurationsmöglichkeiten suchen, sind wahrscheinlich mit einem WRT54GL von Linksys ganz gut bedient.

Als NAS Ersatz ist der dann allerdings eher weniger geeignet. USB Unterstützung ist nicht vorhanden und der Router funkt noch immer nach dem alten 802.11g Standard.
Netgear scheint diese “Marktlücke” wohl erkannt zu haben und hat einen leistungsfähigen Router auf MIPS-Basis angekündigt. 480Mhz und 64MB RAM hören sich auf jeden Fall schon sehr ordentlich an. Apache (natürlich auf einer externen Platte) und ein paar kleinere Webseiten sollten sich damit problemlos hosten lassen. Als Dateiserver müsste er dann auch noch taugen. Die Anbindung erfolgt per Gigabit-Ethernet und WLAN nach dem neuen 802.11n Standard. USB 2.0 scheint auch vorhanden zu sein, der (magere) 8MB Flash-Speicher lässt sich also einfach erweitern.

Meiner Meinung nach ist der Preis für das Gebotene jedenfalls nicht zu hoch angesetzt. Der WRT54GL kostet nach wie vor ca. 50€ und bietet nicht annährend so viele Funktionen und Möglichkeiten. Auch andere Router können da imho nicht wirklich mithalten. Wer gerne bastelt, kann also mit aktuellen Routern und offenen Firmwares mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Da kann man nur hoffen, dass andere Hersteller Netgear und Linksys folgen und auch, wenigstens optional, Unterstützung für alternative Firmwares anbieten.
Für einige wird sich das jetzt vielleicht vollkommen banal anhören und wahrscheinlich werden es die meisten auch wissen, aber man kann auch bei WordPress.com Blogs eigene Favicons benutzen! Ihr wollt gar nicht wissen, wie lange ich nach so einer Funktion gesucht habe… :(
Die Bilder lassen sich wunderbar einfach über das Backend hochladen und zurechtschneiden unter Einstellungen -> Allgemein ganz rechts.

btw…
Es soll auch Leute geben, die nur einen WordPress.com Blog benutzen, ihr Tutorial-Schreiberlinge da draußen! Was ich damit sagen will: WordPress.com != WordPress.org. Manchmal macht es eben doch für die Nachwelt Sinn, eine Anleitung für bestimmte Versionen entsprechend zu kennzeichnen… hätte mir jedenfalls verdammt viel Sucherei erspart :(
EDIT: Ok, ich nehm alles zurück! Oo
Entweder hatte ich damals Tomaten auf den Augen oder… naja, mit den richtigen Suchbegriffen spuckt jetzt auch Google etwas dazu aus. Asche über mein Haupt!
Auf der Suche nach einem guten Editor mit Syntax Highlighting bin ich mittlerweile über Geany bei Emacs hängengeblieben… nicht unbedingt beim Editieren, aber immerhin am eingebauten Tutorial D:
Ich muss ganz ehrlich sagen, wer eine Maus gewohnt ist, der hat bei Emacs schlechte Karten. Der Funktionsumfang ist zwar riesig, aber die Einarbeitungszeit… bis man alle wichtigen Shortcuts einmal durchgegangen ist, hat man die erste Hälfte schon wieder vergessen. Und damit übertreib ich jetzt kein bisschen…
Warum also nicht etwas Kleines, Schlankes, ohne viel Schnickschnack?
Nano?
Nano!
Benutz ich jetzt schließlich schon seit, hm, eigentlich immer für Konfigurationsdateien. Und der erste Googletreffer sagt mir sogar, dass er es per default unterstützt. Mal wieder einer dieser “WTF”-Momente, mit denen man überhaupt nicht rechnet. Hätte ich dem Kleinen jedenfalls nicht zugetraut! oO
Aktivieren kann man das Syntax Highlighting am Ende der Datei /etc/nanorc. Standardmäßig sind alle Sprachen auskommentiert, man muss also bloß einige Rauten entfernen.
Bevor sich jetzt einige Mac User wundern: Unter OSX ist nano zwar mit Farbsupport kompiliert, aber irgendwie scheint da so einiges für das Syntax Highlighting zu fehlen.
Ich zitiere einfach mal:
<Steffen> apple ist krebs apple ist krebs apple ist krebs


